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GEO

KI-Sichtbarkeit verbessern: So wird Ihre Website von ChatGPT empfohlen

Stand 7. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit · That Works Media UG (haftungsbeschränkt)

Dass ChatGPT, Perplexity oder Gemini Ihre Website nennen, lässt sich weder garantieren noch per Einstellung erzwingen. Sie können aber die Voraussetzungen schaffen: Die Crawler der KI-Suchen müssen Ihre Seiten lesen dürfen, Ihre Inhalte müssen als Text im HTML vorliegen, und Ihr Unternehmen muss im Netz eindeutig und widerspruchsfrei beschrieben sein. Dazu kommen Inhalte, die konkrete Kundenfragen so beantworten, dass sich einzelne Aussagen zitieren lassen. Stand: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Empfehlung durch KI-Assistenten ist nicht garantierbar; Antworten schwanken von Anfrage zu Anfrage, und in der geprüften Anbieterdokumentation findet sich keine Liste von Auswahlkriterien.
  • Die Grundvoraussetzung ist technisch: Wer den Crawler eines KI-Suchdienstes in der robots.txt sperrt, wird laut OpenAI nicht in dessen Suchantworten gezeigt.
  • Google selbst sagt zu seinen KI-Funktionen: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen über die normalen Suchanforderungen hinaus. Solides SEO bleibt das Fundament.
  • Wirksam sind konkrete Inhalte, eindeutige Unternehmensdaten und echte Erwähnungen durch Dritte, keine Tricks.
  • Messen Sie, indem Sie echte Kundenfragen selbst stellen, monatlich wiederholen und die Antworten festhalten.

Was ist GEO und worin unterscheidet es sich von SEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization und meint die Arbeit daran, in den Antworten generativer KI-Systeme vorzukommen, also zitiert, verlinkt oder genannt zu werden. Der Begriff ist keine offizielle Disziplin eines Suchanbieters. Google beschreibt in seinem Leitfaden zu KI-Funktionen, dass für diese im Kern die bekannten SEO-Grundlagen gelten.

Der praktische Unterschied liegt im Ergebnis. Eine klassische Trefferliste zeigt mehrere Links, aus denen Nutzer wählen. Ein KI-Assistent formuliert eine Antwort und nennt darin wenige Quellen oder Anbieter. Wer nicht genannt wird, kommt für diese Anfrage nicht vor. Deshalb zählen neben dem Ranking zwei Fragen: Darf der Dienst Ihre Seite überhaupt lesen, und lässt sich eine Aussage von Ihnen sauber herauslösen?

Wie wählen KI-Assistenten ihre Quellen?

Genau weiß es von außen niemand. In der geprüften Dokumentation von OpenAI, Perplexity und Google findet sich keine Liste von Auswahlkriterien. Belegt sind allerdings die Voraussetzungen:

  • ChatGPT-Suche: OpenAI nutzt für seine Suchfunktion den Crawler OAI-SearchBot. Websites, die ihn per robots.txt ausschließen, werden laut OpenAI nicht in ChatGPT-Suchantworten gezeigt, können aber weiter als Navigationslinks erscheinen.
  • Perplexity: PerplexityBot dient nach Angaben von Perplexity dazu, Websites in den Suchergebnissen aufzuführen und zu verlinken.
  • Google (AI Overviews, AI Mode): Eine Seite muss indexiert und für die Anzeige mit Snippet geeignet sein. Darüber hinaus nennt Google keine Sonderanforderungen.

Alles Weitere, etwa wie stark Erwähnungen Dritter gewichtet werden, ist nicht offiziell bestätigt. Seriöse Maßnahmen lassen sich daher nur aus den belegten Voraussetzungen und aus allgemein gutem Webhandwerk ableiten.

Welche Maßnahmen sollten Sie in welcher Reihenfolge angehen?

1. KI-Crawler zulassen

Ohne Zugang keine Nennung. Prüfen Sie Ihre robots.txt auf Regeln für GPTBot, OAI-SearchBot, PerplexityBot, ClaudeBot und Google-Extended. Solche Sperren können durch ein Plugin oder den Hoster voreingestellt sein. Die Unterschiede zwischen Trainings- und Such-Crawlern und fertige Regeln finden Sie im Artikel robots.txt für KI-Crawler. Ob Ihre Datei die wichtigsten Bots durchlässt, zeigt der kostenlose KI-Crawler-Check.

2. Technische Basis und lesbares HTML

Google verlangt für die Indexierung drei Dinge: Googlebot ist nicht blockiert, die Seite liefert den Statuscode 200, und der Inhalt ist in einem unterstützten Format vorhanden. Es ist sinnvoll, dieselben Grundlagen auch für KI-Crawler zu erfüllen. Wichtige Texte sollten im ausgelieferten HTML stehen und nicht erst durch JavaScript nachgeladen werden. Für Googles Crawler ist die Verarbeitung von JavaScript dokumentiert; für andere KI-Crawler finden sich in den geprüften Anbieterdokumentationen dazu keine Angaben. Verlassen Sie sich darauf besser nicht.

Schauen Sie dazu im Browser auf „Seitenquelltext anzeigen“ und suchen Sie nach einem Satz aus Ihrem Haupttext. Findet er sich dort nicht, sieht ein Crawler ohne JavaScript ihn auch nicht.

3. Eindeutige Entitäts-Signale

KI-Systeme müssen erkennen, wer Sie sind. Hilfreich sind:

  • Konsistente Stammdaten: Firmenname, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben, auf der Website, im Impressum, im Google-Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen.
  • Google-Unternehmensprofil: Google nennt Business Profiles ausdrücklich als Hilfe dafür, dass Produkte und Dienstleistungen in KI-Antworten und anderen Suchergebnissen sichtbar werden.
  • Organization-Markup: Strukturierte Daten (Organization) auf der Startseite helfen Google nach eigenen Angaben, Verwaltungsdaten Ihrer Organisation zu verstehen und sie von anderen zu unterscheiden. Es gibt keine Pflichtfelder; sinnvoll sind Name, URL, Logo, Adresse, Kontakt und sameAs-Links auf Ihre Profile.
  • Über-uns-Seite: Wer steckt dahinter, seit wann, wo, mit welcher Qualifikation. Konkrete Angaben statt Floskeln.
  • Wikidata, wo legitim: Ein Eintrag ist nur zulässig, wenn der Gegenstand mit ernsthaften, öffentlich zugänglichen Quellen belegbar ist. Für ein kleines Unternehmen ohne unabhängige Berichterstattung trifft das oft nicht zu. Legen Sie dann keinen Eintrag an.

4. Inhalte, die Kundenfragen zitierfähig beantworten

Sammeln Sie die Fragen, die Kunden tatsächlich stellen: aus Anfragen, Telefonaten, Bewertungen. Beantworten Sie jede auf einer eigenen, klar benannten Seite oder in einem eigenen Abschnitt, mit der Antwort in den ersten ein bis zwei Sätzen. Konkrete Angaben sind besser zitierbar als Allgemeinplätze: Leistungsumfang, Einzugsgebiet, Ablauf, Preisspannen oder Kennzahlen, soweit Sie diese verlässlich nennen können, dazu Definitionen von Fachbegriffen. Ein FAQ-Abschnitt mit kurzen, eigenständigen Antworten passt dazu.

Google rät in seinem Leitfaden davon ab, Inhalte nur zu recyceln, was andere schon gesagt haben oder ein Sprachmodell leicht erzeugen könnte. Eigene Erfahrung, Fotos aus Ihrer Arbeit und lokale Fakten sind das, was sich nicht austauschen lässt.

5. Erwähnungen Dritter und Reputation

Echte Bewertungen, Branchenverzeichnisse, Verbände, regionale Presse und Kooperationspartner, die Sie erwähnen, können Ihr Profil im Netz untermauern. Gekaufte oder konstruierte Erwähnungen sind dagegen laut Google nicht so hilfreich, wie es scheint. Bauen Sie Reputation über Leistung und Kontakte auf, nicht über Masse.

6. llms.txt: Was gesichert ist und was nicht

Die Datei /llms.txt ist ein Vorschlag von Jeremy Howard (erstmals September 2024 veröffentlicht), kein von den großen Anbietern bestätigter Standard. Google schreibt ausdrücklich, dass Google Search solche Dateien nicht nutzt und sie weder schaden noch nützen. Dass OpenAI, Perplexity oder Anthropic sie bei Antworten auswerten, ist in den geprüften Dokumentationen nicht bestätigt. Wer sie anlegen möchte, kann das tun, sollte dafür aber keine Zeit vor die Punkte 1 bis 5 stellen.

Wie messen Sie Ihre KI-Sichtbarkeit?

Stellen Sie die Fragen, die ein Kunde stellen würde, ohne Ihren Firmennamen: „Welcher Steuerberater in Augsburg ist auf Ärzte spezialisiert?“ Tun Sie das in ChatGPT, Perplexity und Gemini, jeweils mit aktivierter Websuche. Halten Sie fest, wer genannt wird und welche Quellen verlinkt sind. Wiederholen Sie die Abfrage monatlich mit denselben Fragen und speichern Sie die Antworten, denn sie schwanken: Eine einzelne Antwort belegt weder Erfolg noch Misserfolg.

Für Google gibt es in der Search Console einen Bericht zur Leistung bei generativer KI, der zeigt, wie Menschen Ihre Inhalte entdecken. Der kostenpflichtige Report von seonautik automatisiert die manuelle Abfrage: Er stellt 8 bis 10 Kundenfragen an ChatGPT, Perplexity und Gemini und dokumentiert die Antworten; das Vorgehen steht auf der Seite Methodik.

Häufige Fragen

Kann ich garantieren, dass ChatGPT meine Website empfiehlt?

Nein. Es gibt keine Einstellung, keine Datei und keinen Dienstleister, der das sicher bewirken kann. Sie können Hindernisse beseitigen und die Qualität Ihrer Inhalte und Unternehmensdaten verbessern, das Ergebnis bleibt aber schwankend.

Was ist der Unterschied zwischen GPTBot und OAI-SearchBot?

GPTBot sammelt laut OpenAI Inhalte, die für das Training von KI-Modellen verwendet werden können. OAI-SearchBot dient dazu, Websites in den Suchfunktionen von ChatGPT anzuzeigen. Beide Einstellungen sind voneinander unabhängig.

Brauche ich für KI-Sichtbarkeit eine llms.txt?

Nein. Google Search nutzt sie nach eigener Aussage nicht, und für andere Anbieter ist eine Auswertung nicht offiziell bestätigt. Anlegen schadet nicht, ist aber kein Ersatz für lesbare, gut verlinkte Seiten.

Reicht gutes SEO für KI-Sichtbarkeit aus?

Es ist die Grundlage, aber nicht in jedem Fall genug. Zusätzlich muss der jeweilige KI-Crawler zugelassen sein, und Ihr Unternehmen sollte außerhalb der eigenen Website eindeutig auffindbar sein.

Wie oft sollte ich meine KI-Sichtbarkeit prüfen?

Einmal im Monat mit stets denselben Fragen ist ein sinnvoller Rhythmus. Halten Sie die Antworten schriftlich fest, damit Sie Entwicklungen statt Zufallstreffer vergleichen.

Quellen