Bei SEO kaufen Sie Arbeit, deren Ergebnis Sie schlecht prüfen können. Umso wichtiger ist es, den Anbieter vorher zu prüfen. Google selbst beschreibt in seinem Leitfaden, wonach Sie fragen und wovor Sie sich hüten sollten. Dieser Artikel fasst das zusammen, ergänzt es um praktische Empfehlungen und wendet die Fragen auf uns selbst an, damit Sie sehen, wie ein Anbieter antworten kann. Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Niemand kann Platz 1 bei Google garantieren. Google rät bei einer solchen Garantie, sich einen anderen Anbieter zu suchen.
- Vorsicht bei unaufgeforderten E-Mails, Geheimniskrämerei und Behauptungen, ein Tool sei von Google „zugelassen“.
- Lassen Sie sich erklären, was geändert wird, in welchem Zeitraum Ergebnisse zu erwarten sind und wie Erfolg gemessen wird.
- Geben Sie für eine Analyse nur lesenden Zugriff, etwa auf die Search Console, keinen schreibenden.
- Sie bleiben verantwortlich für das, was Ihr Dienstleister auf Ihrer Website tut. Verstöße gegen Googles Richtlinien können Ihre Website aus dem Index kosten.
Was kann ein SEO-Anbieter leisten und was nicht?
Google zählt als typische Leistungen auf: Inhalte und Struktur prüfen, technische Beratung (Hosting, Weiterleitungen, Fehlerseiten, JavaScript), Inhalte entwickeln, Kampagnen steuern, Keyword-Recherche, Schulungen und die Optimierung für generative KI-Funktionen. Ein guter Anbieter kann eine bestehende Website verbessern.
Nicht möglich ist laut Google dreierlei: ein garantiertes Ranking, ein Platz in den Suchergebnissen gegen Bezahlung und eine „Sonderbeziehung“ zu Google. Werbung hat keinen Einfluss auf die organische Platzierung, und Google nimmt kein Geld dafür, Websites aufzunehmen oder besser zu platzieren. Behauptet ein Anbieter etwas anderes, ist das ein Grund zum Abbruch des Gesprächs.
Welche Fragen sollten Sie vor der Beauftragung stellen?
Die folgenden Fragen stammen im Kern aus Googles Leitfaden („Do you need an SEO?“); die Einordnung dahinter ist unsere.
- Können Sie mir Beispiele früherer Arbeit und Erfolgsgeschichten zeigen? Wichtig ist, dass sich die Beispiele prüfen lassen und zu Ihrer Größe und Branche passen.
- Halten Sie sich an die Google Search Essentials? Das sind die früheren Webmaster-Richtlinien. Ein Anbieter sollte sie kennen und ohne Ausflüchte bestätigen.
- Welche Ergebnisse erwarten Sie, in welchem Zeitraum, und wie messen wir Erfolg? Rechnen Sie mit vorsichtigen, begründeten Aussagen. Google nennt selbst keine typische Dauer; ein Audit soll „realistische Verbesserungsschätzungen“ enthalten.
- Welche Erfahrung haben Sie in meiner Branche, in meinem Land oder meiner Stadt und mit internationalen Websites? Für Websites in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt auch, ob der Anbieter die jeweiligen rechtlichen und sprachlichen Besonderheiten kennt.
- Wie kommunizieren wir, und legen Sie jede Änderung samt Begründung offen? Sie sollten nachvollziehen können, was auf Ihrer Website geändert wurde.
- Interessieren Sie sich für mein Geschäft, meine Wettbewerber und dafür, wie Kunden mich finden? Ein Anbieter, der nur Technik betrachtet und nicht fragt, wie Ihre Kunden suchen, arbeitet an der Oberfläche.
Unsere Ergänzungen:
- Was bekomme ich konkret geliefert, und in welchem Format? Ein Report, den Sie später einem anderen Dienstleister geben können, ist mehr wert als eine mündliche Zusage.
- Welche Zugänge brauchen Sie, und warum? Dazu unten mehr.
- Wie läuft die Kündigung? Prüfen Sie Laufzeit und Frist vor der Unterschrift, nicht danach.
Welche Warnsignale nennt Google?
- Unaufgeforderte E-Mails: Google rät zur Vorsicht bei SEO-Firmen, Beratern und Agenturen, die Sie ohne Anlass anschreiben.
- Geheimhaltung: Wer nicht klar erklärt, was er vorhat, sollte nicht an Ihre Website.
- Garantien und „Sonderbeziehungen“: Zusagen wie „Platz 1 garantiert“, ein „Draht zu Google“ oder ein „Priority Submit“ sind laut Google Warnsignale.
- Tools als „von Google zugelassen“: Google bewertet und empfiehlt keine Drittanbieter-Tools und gibt ihnen keinen Zugriff auf interne Ranking-Daten.
- Verlinkungsschemata: Programme, die Link-Popularität „aufbauen“ oder Ihre Seite bei tausenden Suchmaschinen anmelden, sind laut Google in der Regel nutzlos. Außerdem stellt Google klar, dass Sie nie auf einen SEO-Anbieter verlinken müssen.
- Täuschende Inhalte: Irreführende Inhalte können dazu führen, dass Ihre Website aus dem Google-Index entfernt wird, und Sie haften für das, was Ihr Dienstleister tut.
Aus Google nicht direkt zitiert, aber naheliegend: Seien Sie vorsichtig bei Pauschalpreisen ohne vorherige Analyse und bei Verträgen mit langer Bindung, bevor Sie einen Eindruck von der Arbeitsweise haben.
Welche Zugriffsrechte sollten Sie vergeben?
Google empfiehlt, für ein Audit nur lesenden Zugriff auf die Search Console zu geben. Schreibender Zugriff ist erst bei einer vereinbarten Zusammenarbeit nötig. Hat ein Anbieter FTP- oder Server-Zugang, sollte er jede Änderung erklären können. Legen Sie vorab fest, wer Änderungen freigibt, und sichern Sie die Website, bevor jemand daran arbeitet.
Wie schneidet seonautik bei diesen Fragen ab?
Eine ehrliche Antwort auf die Fragen oben ist die beste Werbung, darum hier unsere:
- Garantie: Keine, weder für Rankings noch für Nennungen in KI-Antworten. KI-Antworten schwanken; deshalb zeigt der Report die Rohdaten je Frage und KI-System statt nur eines Durchschnitts.
- Zugänge: Der Check arbeitet mit der öffentlich erreichbaren Website und braucht dafür nur die Adresse. Wir verlangen weder Zugang zum Server noch zur Search Console.
- Lieferung: Ein Web-Report mit PDF und priorisierter To-do-Liste, den Sie behalten und jedem Dienstleister weitergeben können.
- Transparenz: Was geprüft wird und wie bewertet wird, steht auf der Methodik-Seite. Wie ein Report aussieht, zeigt der Beispiel-Report mit einem fiktiven Unternehmen.
- Grenzen: Wir setzen nichts auf Ihrer Website um, bauen keine Links auf und schreiben keine Texte. Wer das braucht, braucht zusätzlich einen Freelancer oder eine Agentur; für die Umsetzung können Sie bei uns ein Festpreisangebot anfragen.
- Laufzeit: Die Checks sind Einmalkäufe; das Monitoring ist monatlich kündbar, die Kündigung geht online.
Was zwischen Check, Tool und Agentur sonst zu bedenken ist, steht im Artikel SEO-Check, Tool-Abo oder Agentur.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine unseriöse SEO-Agentur?
Typische Zeichen sind garantierte Platzierungen, unaufgeforderte Mails, fehlende Erklärung der geplanten Maßnahmen, die Behauptung eines Drahts zu Google und Linkpakete. Google nennt diese Punkte ausdrücklich als Warnsignale.
Darf ich einer Agentur Zugang zur Search Console geben?
Ja, aber zunächst nur lesend. Schreibenden Zugriff sollten Sie erst für eine vereinbarte Zusammenarbeit vergeben, und Sie können ihn jederzeit wieder entziehen.
Kann ich einer SEO-Agentur die Verantwortung übertragen?
Gegenüber Google nicht: Nach dem Leitfaden bleiben Sie für Ihre Website verantwortlich, auch für die Handlungen Ihrer Dienstleister. Lassen Sie sich deshalb jede Änderung erklären. Vertragliche und rechtliche Fragen dazu klären Sie bei Bedarf mit einer Rechtsberatung.
Sind Backlinks kaufen und Linkpakete erlaubt?
Google beschreibt Programme zum Aufbau von Link-Popularität als in der Regel nutzlos und verweist auf seine Spam-Richtlinien. Seriöser Linkaufbau entsteht durch Inhalte und Beziehungen, die Dritte freiwillig verlinken.
Wie viel sollte ein Erstgespräch oder eine Analyse kosten?
Dazu gibt es keine verbindliche Regel. Sie sollten für das Geld ein konkretes, übergebbares Ergebnis bekommen. Typische Preise und Modelle vergleicht der Artikel SEO-Check, Tool-Abo oder Agentur.
Quellen
- Google Search Central: Do you need an SEO? – Fragen an Anbieter, Warnsignale, keine Ranking-Garantie, Zugriffsrechte, Verantwortung des Auftraggebers; abgerufen am 2026-10-08